Ernährung: Mehr als nur Nahrungsaufnahme
Entdecken Sie einen ganzheitlichen Ansatz zur Ernährung, der Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt. Rebecca Désirée Meier begleitet Sie auf dem Weg zu einem bewussteren und gesünderen Essverhalten. In diesem Blog erhalten Sie einen Einblick der Kapitel meines Buches "Corona positiv".

Die Geschichte der Ernährung
Wie fast alle tierischen Lebewesen benötigen auch wir täglich Nahrung. Bestenfalls ist diese abwechslungsreich und enthält energiereiche Nährstoffe. Kohlenhydrate, Proteine und essentielle Fette. Weiterhin sind Mineralsalze und Vitamine unverzichtbar. Heute sollte es kein Problem darstellen, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Allerdings führt die Vielfalt wohl eher dazu, dass wir uns gerade deswegen schlecht ernähren und zu viel Kohlenhydrate in Form von Zucker oder auch zu viele Proteine oder ungesättigte Fettsäuren essen. Für unsere Vorfahren bestand dieser Überfluss an Nahrungsmitteln nicht und es kam eher zu Unter- und Mangelernährung. Gerade die Winter waren hart und nicht wenige sind in dieser Zeit verhungert oder starben an Krankheiten aufgrund der fehlenden Nährstoffe. Die Vorfahren der ersten Menschen waren vermutlich hauptsächlich auf pflanzliche Nahrung spezialisiert. Zumindest lassen das sowohl die Art des Gebisses, als auch die jetzige DNA Analyse Technik rekonstruieren. Ähnlich den Menschenaffen, aßen sie alles, was die vielfältige Flora des Regenwaldes zu bieten hatte. Erst die Ausbreitung der Savannen ergab die Trennung zwischen dem heutigen Menschen und den Menschenaffen. Somit war es nötig neue Nahrungsquellen zu erschließen.

Ernährungskrankheiten
Speziell unsere Nahrungsvielfalt in den sogenannten zivilisierten Ländern der Neuzeit führt zu einer Überernährung und somit zu einer Vielzahl von ernährungsabhängigen Krankheiten. „Gesundheit wird nicht nur als alleinige Abwesenheit von Krankheit verstanden, sondern umfasst zudem körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden (Definition Gesundheit nach WHO).“ Lebensjahre die wir in Gesundheit zubringen sind somit ein Maß für die Lebensqualität. Ein Krankheiten vorbeugendes Potenzial liegt zu großen Teilen in der Ernährung und trägt wesentlich dazu bei, die Gesundheit zu erhalten bzw. zu fördern. Schätzungen der WHO zufolge ist innerhalb Europas der Verlust vieler „Lebensjahre in Gesundheit“ häufig Erkrankungen zuzuschreiben, bei deren Entwicklung die falsche Ernährung, eine bedeutende Rolle spielt. Die Prävention im Vorgehen gegen nicht übertragbare chronische Krankheiten spielt herbei eine entscheidende Rolle. Laut europäischer Kommission sind in Europa ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung die Hauptursachen einer niedrigen Lebenserwartung.

Fasten
Es gibt verschiedene Formen des Fastens ähnlich wie bei den Diäten. Beim totalen Fasten sowie Heil- oder Saftfasten ist feste Nahrung für einen bestimmten Zeitraum verboten. Beim Intervallfasten in unterschiedlichen Zeitintervallen (zum Beispiel alle 2 Tage). Bestimmte Getränke sind in dieser Zeit erlaubt, Ausnahmen sind beispielweise Alkohol und in einigen Fällen auch Kaffee. In Gesundheitszentren werden Fastenkuren in Verbindung mit gezielten Bewegungsprogrammen angeboten, zum Beispiel auch in Form des Fastenwanderns. Einzelne Fastenformen werden auch in den Leitlinien* der Fachgesellschaften in bestimmten Situationen zur Gewichtsreduktion empfohlen.
*Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Adipositas Gesellschaft

Diäten
Da in sehr vielen Diäten stark auf Eiweißanteil gesetzt wird, schließen sie sich für mich aus. Sind bestimmte Lebensmittel von vorneherein ausgeschlossen und nur bestimmte in vorgeschriebenen Mengen erlaubt, wird es im Vorfeld schon mühsam während der Einschränkung „abwechslungsreiche“ Alternativen zu finden.
Stehen dann noch Dinge auf dem Plan die so gar nicht dem eigenen Geschmack entsprechen (so wie in meinem Fall Hüttenkäse J) wird es eher schwierig sich für eine Diät zu begeistern. Deswegen tue ich mich wie beschrieben, weit aus leichter mit dem Fasten als mit Diäten. Das darf aber jeder gerne für sich selbst entscheiden und ausprobieren.

Genuss
Essen ist Genuss. Essen ist Geselligkeit. Essen ist Überlebensnotwendig. Essen ist so viel mehr als das was wir daraus gemacht haben. Um unseren Körper in der optimalen Balance und Nährstoffversorgung zu halten, macht es Sinn ihn laufend mit Mahlzeiten von groß bis immer kleiner werdend zu versorgen. Je tiefer der Sonnenstand umso träger die Darmtätigkeit. Es gibt den alten Spruch: Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Bauer, abends wie ein Bettler. Das gilt natürlich nicht für Menschen die in der Wechselschicht oder gar überwiegend in der Nacht arbeiten. Hier empfehle ich eine schonende Mischkost. Doch grundsätzlich sollten die ballaststoffreichen Lebensmittel früh konsumiert werden um den Darm in Schwung zu bringen und beschäftigt zu halten. Je später der Tag umso leichter die Mahlzeiten.

Ernährungsformen
Bewusstsein ist meines Erachtens der Schlüssel zu Allem. Auch in der Ernährung. Viele Ernährungstrends sind natürlich einerseits aus dem Gedanken heraus entstanden sich gesünder zu ernähren, aber auch aus der immer stärker werdenden Klimabewegung. Speziell Europa und Amerika tragen mit Ihrem enormen Fleischkonsum massiv zur Verschmutzung der Umwelt und Rodung der Wälder bei. In Brasilien wird die Lunge der Welt, der Urwald systematisch vernichtet und verbrannt um weitere Weideflächen für Rind zu gewinnen. Während Asien erst langsam dem Trend des Fast Food erlegen ist, werden bereits alternative Ernährungsformen wie auf Insektenbasis angedacht um den Welthunger zu stillen. Was ein Paradoxon in sich ist, wenn man bedenkt wie viele Lebensmittel tagtäglich auf dem Müll landen. Während wir in Plastik verpackten Convenience Fraß nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum in den Müll feuern, sterben mehr als 7.000 Kinder unter fünf Jahren jeden Tag an den Folgen von Hunger und Mangelernährung.

Vegan oder Fleisch
Vorweg sei gesagt, dass es sehr viel Sinn macht, bevor man seine Lebensweise auf vegan umstellt, sich mit eine Diätologen, Ernährungswissenschaftler oder Arzt mit Fachrichtung im Bereich Ernährung zu beratschlagen. Eine abwechslungsreiche und vielfältige Auswahl pflanzlicher Lebensmittel ist für die bedarfsgerechte Zufuhr von Energie und Nährstoffen von besonderer Bedeutung. Eine richtig umgesetzte pflanzliche Ernährung kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Internationale Fachgesellschaften sind sich nicht einig, ob vegane Ernährung für Säuglinge, Kinder, Schwangere und Stillende geeignet ist. So führte die DGE in einer Stellungnahme an, dass eine vegane Ernährung nicht für Schwangere und Stillende sowie für Säuglinge, Kinder und Jugendliche geeignet ist. Gerade in sensiblen Lebensphasen wie Schwangerschaft und Stillzeit kann durch rein pflanzliche Ernährung die Gesundheit des Kindes sowie der Mutter nicht sichergestellt werden.